Rechtsschutzversicherung Tipps: Was ist Mietern im Treppenhaus erlaubt?


Das Treppenhaus oder der Hausflur sind nach dem Mietrecht Gemeinschaftsflächen, das heißt: Sie dürfen von allen Mietern gleichermaßen genutzt werden. Allerdings gibt es auch hier gewisse Grenzen, die nicht überschritten werden sollten. Zum Beispiel dürfen nicht wahllos diverse Gegenstände herumstehen. Denn ein Treppenhaus ist in erster Linie eine Zugangsmöglichkeit für die Anwohner. Jede Nutzung, die über diesen Zweck hinaus geht, kann unter Umständen erlaubt sein, darf aber in keinem Fall die anderen Anwohner behindern. Hier finden Sie Rechtsschutzversicherung Tipps, was eventuell möglich ist und was Mieter besser unterlassen sollten.

 

In erster Linie legt der Vermieter – beziehungsweise die Gemeinschaft der Eigentümer – fest, was innerhalb des Treppenhauses abgestellt werden darf und was nicht. Dies liegt in der Tatsache begründet, dass der Vermieter bei eventuellen Unfällen im Treppenhaus haftet und für die Sicherheit Sorge zu tragen hat. Daher ist er berechtigt gewisse Regeln in Form der Hausordnung oder des Mietvertrages festzulegen. Der Aspekt der Sicherheit ist besonders bei Durchgängen wichtig – Rettungs- und Fluchtwege müssen unbedingt frei und problemlos zugänglich sein. Normalerweise muss ein solcher Durchgang eine Breite von einem Meter aufweisen, in Einzelfällen können jedoch auch engere Durchgänge zulässig sein, sofern die Architektur keine andere Option offen lässt. Sperrige Gegenstände sollten jedoch in keinem Fall den Zugang behindern, da so auch der Feuerwehr oder dem Rettungsdienst der Zugang erschwert wird.

 

Viele Mieter empfinden den eigenen Hausflur als wenig einladend und wünschen sich daher, einige Verzierungen anbringen zu können. Unser Rechtsschutzversicherung Tipp: Verschönerungsmaßnahmen im Treppenhaus sollten immer im Vorfeld mit dem Vermieter abgesprochen werden, denn ein Verbot von Blumentöpfen oder der Anbringung von Bildern im Treppenhaus von Seiten des Vermieters ist durchaus zulässig. Das Anbringen von Weihnachts- oder Osterschmuck an der Wohnungstür ist Mietern in den entsprechenden Zeiträumen jedoch gestattet – natürlich auch hier unter der Voraussetzung, dass sie den Durchgang in keiner Form behindern.

 

Kinderwagen, Rollstühle, Rollatoren und anderweitige Gehhilfen dürfen unter Umständen jedoch im Treppenhaus gelagert werden, wenn keine Fluchtwege blockiert werden. Dies ist damit zu begründen, dass Eltern und gehbehinderte Personen auf diese Gegenstände angewiesen sind und darum einen Sonderstatus genießen. Jedoch gibt es auch hier eine Einschränkung: Die Lagerung darf nur vorübergehend sein. Das bedeutet im Klartext, dass Kinderwagen oder Rollstühle über Nacht oder an Tagen, da sie nicht benötigt werden, in der Wohnung unterzubringen sind.

 

In einigen Fällen wird man als Anwohner auch mit unangenehmen Gerüchen im Treppenhaus konfrontiert – hier können Mieter aber nur bedingt etwas unternehmen. Beispielsweise kann jederzeit ein generelles Rauchverbot innerhalb des Hausflurs oder Aufzuges ausgesprochen werden. Hier ist es bereits völlig ausreichend, wenn sich einer der Mieter durch den blauen Dunst belästigt fühlt. Anders sieht es hingegen bei Kochgerüchen aus, diese müssen von allen Mietern toleriert werden. Zum einen werden besonders Gerüche von Person zu Person als sehr unterschiedlich empfunden, zum anderen gilt Kochen als sozialtypisches Verhalten. Nur wenn die Geruchsbelästigung das normale Maß übersteigt, kann eine Mietminderung beantragt werden – etwa wenn eine Großküche im Haus ansässig ist oder bei sehr extremen Gerüchen. An dieser Stelle bietet sich eine zusätzliche Information zur Rechtsschutzversicherung an: Wer den Geruch mit einem parfümierten Raumspray bekämpfen möchte, hat unter Umständen ebenfalls schlechte Karten. Wie auch im Fall von Tabakgeruch genügt es, wenn sich ein Mieter von dem Duftspray gestört fühlt und es darf ein entsprechendes Verbot ausgesprochen werden.