Strafrechtsschutz


Der Strafrechtsschutz gewährt juristische Unterstützung bei Gerichtsprozessen, in denen dem Versicherungsnehmer ein Vergehen im strafrechtlichen Sinne vorgeworfen wird. Dabei wird zwischen verkehrsrechtlichen und nicht verkehrsrechtlichen vergehen unterschieden. Jedoch besteht die Absicherung sowohl im Bereich Verkehrsrechtsschutz als auch in den anderen Bereichen nur für Vergehen, die nicht vorsätzlich begangen wurden.

 

So gilt der Strafrechtsschutz etwa für etliche Zuwiderhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, jedoch nicht im Falle von Beleidigungen oder vorsätzlicher Körperverletzung. Wird ein Versicherungsnehmer etwa wegen einer Unfallflucht verurteilt, muss er seiner Assekuranz die vorgestreckten Verfahrenskosten erstatten.

 

Neben dem eben angesprochenen Allgemeinen Strafrechtsschutz existiert parallel auch ein sogenannter Spezial Strafrechtsschutz – diese Straf Rechtsschutzversicherung schließt auch Taten ein, die von der Anklage als vorsätzlich bezeichnet werden. Dies ist bis zu dem Zeitpunkt der Fall, an dem das Gericht das Delikt als vorsätzlich verurteilt. Sinn des Speziellen Strafrechtsschutzes ist es, ein Verfahren möglichst schnell zu beenden. Zu diesem Zweck stellt der Versicherer etwa unter Umständen finanzielle Mittel zur Verfügung, die schon vor der eigentlichen Gerichtsverhandlung eingesetzt werden können, um etwaige Gutachten einzuholen, die den Ausgang des Prozesses positiv beeinflussen können. Zusätzlich können auch spezialisierte Rechtsanwälte mit der Verteidigung beauftragt werden.

 

Für alle Verhandlungen und Verfahren, die nicht unter das Strafrecht fallen, kommt der Ordnungswidrigkeiten Rechtsschutz zum Tragen. Diese spezielle Form übernimmt die Verteidigung in Gerichtsverfahren Ordnungswidrigkeiten oder Bußgelddelikten. Um die besten Policen und Anbieter zur Rechtsschutzversicherung finden zu können, sollten Verbraucher auf den kostenlosen und unverbindlichen Rechtsschutzversicherung Vergleich zurückgreifen.